Der Tausend-Email-Tag

Heute, 14.2.2012 ist jener Tag, an dem zum ersten Mal die Menge meiner ungelesenen eMails den Wert 1000 (in Worten: eintausend) überschritten hat.

Diese Zahl ist der tatsächliche Überschuss aus 2 Jahren, trotz effektivem Spamfilter (die Zahl der vom Spamserver gefilterten Mails kenne ich nicht).

Also, ich will jetzt niemanden langweilen mit philosophische Kritiken über die Auswüchse neuer Medien. Wirklich verzichten will eh niemand darauf. Ich kann mir aber keine Schreibkraft leisten, die diese Menge für mich bewältigt, also habe ich einen Entschluss getroffen, der auch Sie betreffen könnte.

Das Medium ist für den Menschen da

  1. Nicht umgekehrt. Ich mache mir kein schlechtes Gewissen mehr wegen jener Mails, die nie mehr abgearbeitet werden können. Alleine das stolze Alter hunderter meiner ungelesenen Mails lässt darauf schließen, dass sie auch gar nicht gesendet werden hätten müssen, denn an meiner Lebensqualiät hat sich definitiv nicht verschlechtert gegenüber jener Zeit, als es noch gar kein eMail gab (Jaaa, das gab's mal, echt);
  2. Wenn etwas wirklich wichtig ist, muss man eh reden. Also per Telefon oder am Ende gar, im Real-Life. Das gibts nämlich auch noch;
  3. eMails kommen natürlich weiter an, ich lese täglich, und vorallem wenn wirs uns ausgemacht haben, unverzüglich. Als Übermittlungsmedium für elektronische Daten ist es ja echt unersetzlich.
  4. An Tagen wo 30 oder mehr Mails reinkommen, kann es passieren, dass ich wichtiges übersehe. Es rutscht dann sehr schnell tief hinunter in der "Inbox" und wird von mir übersehen. Das ist mir in jedem Fall unangenehm und peinlich, da dies unabhängig von meinem Pflichtbewusstsein passiert. Auch dies betrachte ich ab sofort als Teil der Sache selbst, so wie früher mal Briefe von der Post verschmissen wurden und diese nie ankamen.

Und ein bisschen nachdenken ob's wirklich nötig ist, vorallem jene die gerne auf "Reply all" drücken, möcht ich noch mitgeben. Schönen Internet-Tag noch!